03.02.2014

Architektengespräch

Um 09:00 Uhr, wie vereinbart, trafen wir auf unserem Grundstück ein, wo der Architekt schon mit einigen Vermessungen angefangen hatte.
Nach einer kurzen Begrüßung ging es dann weiter querfeld über unser Grundstück, hier noch einen Messpunkt nehmen, und dort noch einen... Diese wurden dann in einer "wilden Papierskizze" mit Bleistift festgehalten und waren nachher, wie sich dann herausstellte, von großer Bedeutung.

Als dann das Grundstück soweit vom Architekten skizziert wurde, ging es mit dem Lageplan der Kanäle auf die Suche.
Schon kamen die ersten "Problemchen", zwei der Gullideckel in der Strasse waren "verschwunden"...
Also nochmal ein kurzes Telefonat mit der Gemeinde und 15min später standen wir beim zuständigen Sachbearbeiter auf der Matte.
Nach ein paar erneuten Blicken in die Karten und Pläne stellte sich heraus, dass die Gullis (auch laut unserem Plan) irgendwo dort auf der Strasse und dessen Verlauf hätten seien müssen... waren sie aber nicht ;-)

Dann wurde der Zuständige für die Wasserver- und entsorgung angerufen, er würde umgehend vorbeischauen und uns die Gullideckel und die Leitung/Kanäle etc. zeigen.
Kurzum: er kam und konnte uns ebenfalls nix zeigen.. Großes Rätselraten... :-P

Wir hoffen jetzt nur, dass irgendwo unter der Strasse auch die Kanäle verlaufen, denn die anderen Häuser sind ja auch irgendwie angeschlossen... ;-)
Der Mitarbeiter sucht und misst dann jetzt die Tage nochmal nach und wird uns danach in Kenntnis setzen. Auch die Leitung, die unter unserem Grundstück verläuft und umgelegt werden soll, wird dann nochmal verifiziert.

Soweit der spannende Start des Tages auf unserem Grundstück, dabei vergingen schon knappe zwei Stunden.

Dann ging es zu uns nach Hause und der Architekt fing an, seine Skizzen und Pläne des Grundstückes in "Schönschrift" abzuzeichnen. Da wurde auch für uns langsam ein Bild daraus und wir konnten Wünsche und Anregungen mit ihm absprechen, wo genau was auf unserem Grundstück später einmal stehen sollte.

Daraus entstanden sind dann diese Luftansicht und der Querschnitt des Grundstückes von der Strasse aus:

Luftansicht: 



Querschnitt des Grundstücks zum Gelände:



 

Als dies dann soweit alles festgelegt war (es ging sehr schnell und wir waren uns in vielerlei Ansicht sehr schnell einig, sowohl der Architekt mit uns als auch meine Frau und ich ;-) ) ging es zum eigentlich schwierigsten Teil des ganzen Tages über: es ging ins Innere, die Planung der Räume...

Da meine Frau und ich uns im Vorfeld ja schon eine zeitlang mit der Planung der Räume beschäftigt hatten, hatten wir schon eine gute Vorarbeit geleistet. Dennoch haben wir wieder an Räumen (wie der Küche, dem Wohnzimmer, etc...) Dinge geändert, wo wir dachten, da wären wir uns sehr sicher und so gut wie fertig... Pustekuchen ;-)

Und dabei hatten wir ja noch die Räume vor uns, wie unser Arbeitszimmer und das Gäste-WC unten (von den Räumen oben noch ganz zu schweigen) wo wir wussten das es "schwierig" wird... Da dachten wir nur: "OMG, dass kann ja lustig werden..."

Dafür ging es dann mit unten besagten Räumen dennoch relativ schnell und unkompliziert. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden und unser EG sieht jetzt so aus:

EG:


Irgendwann war auch kurz Zeit für ein Mittagessen. Wann genau weiß ich gar nicht mehr, denn es war schon Nachmittag und wieder viel Zeit vergangen.

Aber, die Pläne gingen voran... :-)

Oben angekommen, ging dann das "Theater" weiter... (Theater ist natürlich ausschließlich positiv gemeint, eher anstrengend kreativ ;-) ) Selbst bei einem der Kinderzimmer, wo wir dachten "fertig", haben wir doch noch eine Änderung vorgenommen...

Und dann kamen ja erst noch unsere "Problemzimmer" oben...

Die Situation mit Ankleide- und Badezimmer stellte sich als wirklich atemberaubende Nervenprobe heraus. Genauso wie Schlafzimmer und das anliegende Zimmer für Hobby/Fitness...

Selbst der Architekt war zwischenzeitlich stark am grübeln, was nicht nur durch seine Schweigsamkeit sondern auch durch die Falten auf seiner Stirn stark zum Ausdruck gebracht wurden.

Ich will den Rest ganz kurz zusammen fassen: mit seiner Erfahrung und den gemeinsamen Ideen, nach vielen weiteren Stunden und viel Korrekturband (eine neue Rolle wurde angebrochen, auf einer sind 10m... :-P ) und Radiergummi waren alle glücklich und es stand folgender Grundriss für unser OG fest:

OG:




Somit sind wir mit den Grundrissen mehr als zufrieden und alle Wünsche sind berücksichtigt worden.

Danach folgte "nur noch" das Protokoll, welches einem Buch glich und eine weitere halbe Stunde in Anspruch nahm. Dies mussten wir auch noch unterschreiben, was uns zu diesem Zeitpunkt in dieser Art von geistigem Delirium aber ziemlich egal war - wir hätten glaube ich alles unterschrieben... :-P

Der gesamte Tag mit dem Architekten hat dann insgesamt über zehn Stunden beansprucht, die sich aber, wie wir finden, mehr als gelohnt haben!

Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an unseren Architekten Herrn S.!!!

Dennoch hätten wir nie gedacht, dass dieser Tag so anstrengend werden sollte...

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